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Multisportwoche vom 6. bis 12. Juli 2019 in Obertraun
(Bericht Nadine Schmid)

Wie jedes Jahr fand auch heuer wieder die Multisportwoche im Bundessport- und Freizeitzentrum Obertraun statt - ein fixer Termin, der aus meinem Kalender und dem vieler anderer Sportbegeisterter wohl kaum mehr wegzudenken wäre. Noch dazu wurde dieses Jahr das zwanzigjährige Jubiläum dieser tollen Woche gefeiert, somit versprach sie, etwas ganz Besonderes zu werden. Das zeigten auch die Teilnehmerzahlen: Insgesamt 67 blinde und sehbehinderte Sportler und Sportlerinnen haben sich diesmal angemeldet, darunter auch viele Kinder und Jugendliche - ein absoluter Teilnehmerrekord. Von unserem Club waren wir diesmal zu sechst: Felix Gruber, Connor Moser, Max Hofer, Angelika Goller, Erna Berger und ich (Nadine Schmid).
Auch dieses Jahr haben sich unsere Übungsleiter und Begleitsportler wieder ordentlich ins Zeug gelegt, um uns ein tolles und abwechslungsreiches Sportprogramm zu bieten, bei dem jeder auf seine Kosten kam - sowohl Gelegenheitssportler als auch jene, die auch an Wettkämpfen teilnehmen. Eine besondere Neuheit war dabei, dass dieses Jahr ein eigenes Sommertraining für Langläufer angeboten wurde. Bei dieser Gruppe waren Erni und ich dabei.
Bei täglich zwei Übungseinnnnnheiten - eine vormittags und eine nachmittags - brachte uns Andi Maly mit den unterschiedlichsten Übungen ordentlich ins Schwitzen. Ein Fixpunkt war dabei das tägliche Laufen im Wald, wobei hier jeder selbst nach seinen Möglichkeiten enscheiden konnte, wie lange die Strecke sein sollte. Für Abwechslung sorgten unterschiedliche Kräftigungszirkel sowie viele Gleichgewichtsübungen (z.B. auf der Slackline) und Sprinttraining. Viel Spaß machte mir außerdem die Tandemtour um den Hallstättersee, obwohl meine Begleitsportlerin Doris und ich ordentlich zu kämpfen hatten, um unserer Gruppe hinterherzukommen.
Das Wetter hat es dabei aber leider nicht immer ganz so gut mit uns gemeint. Die Temperaturen waren meiner Meinung nach perfekt, um Sport zu machen - nicht zu heiß und nicht zu kalt - und fast täglich hat es auch einmal geregnet. Das konnte uns Langläufer aber nicht davon abhalten weiterzusporteln - denn schließlich sind wir als Langlaufgruppe ja an nicht ganz so gute Witterungsbedingungen gewohnt.
Pünktlich zum Standup-Paddeln, für mich definitiv eines der Highlights dieser Woche, zeigte sich dann die Sonne auch einmal endlich für länger und wir hatten riesen Spaß dabei, die eine oder andere Runde auf dem Hallstättersee zu drehen. Einige von uns - manche freiwillig und andere unfreiwillig (anfangs ist es nämlich gar nicht so einfach, das Gleichgewicht auf diesen Brettern zu halten) - bekamen dann auch die doch noch sehr erfrischenden Temperaturen des Hallstättersees zu spüren.
Der Höhepunkt dieser Sportwoche war bestimmt der Donnerstag, an dem die Schwimm- und Laufbewerbe des Triathlons stattfanden. Passend zu dieser Jubiläumswoche wurde auch der Triathlon, der nun schon das dritte Jahr in Folge stattfand, etwas angepasst: Während in den beiden Jahren davor jeder für sich allein kämpfte, wurden wir heuer in Dreierteams eingeteilt, bestehend aus zzwei blinden oder sehbehinderten Sportlern und einem Begleitsportler, wobei sich die Teammitglieder dann untereinander absprechen konnten, wer bei welchem der drei Bewerbe antritt: Laufen, Schwimmen und Schießen. Der Höhepunkt war dabei der Laufbewerb, der diesmal in Form eines Jagdrennens stattfand und bei dem die Ergebnisse der Schieß- und Schwimmbewerbe über die Startreihenfolge der Läufer entschieden. Pünktlich zum Start dieses alles entscheidenden Bewerbs fanden wir uns alle auf der Laufbahn ein und feuerten unsere Teamkollegen zu Bestleistungen an. Schlussendlich konnte sich das Team mit Manuel Leichtfried als Schütze, Romana Hausleitner als Schwimmerin und Thomas Mellitzer als Läufer durchsetzen. Mein Team hat es leider nur auf Platz 17 geschafft, aber wie es so schön heißt: Dabeisein ist alles.
Ausklingen ließen wir die Sportwoche diesmal sehr schwungvoll, denn als besondere Überraschung spielte am letzten Abend eine Band mit unserem Connor als Sänger im Sportcafé. Altbekannte Rock- und Popklassiker sorgten für tolle Stimmung und natürlich wurde ausgelassen mitgesungen und getanzt.
Zum Schluss bleibt mir nur noch, mich ganz herzlich bei allen Übungsleitern und Begleitsportlern zu bedanken, ohne die diese Woche so nicht möglich wäre, und vor allem natürlich bei Charly Mayr und allen anderen, die an der Organisation beteiligt waren.
Ich freue mich jetzt schon auf nächstes Jahr.


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Zuletzt geändert am: 30.07.2019