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Bericht von der Tandemtour am 11. April 2026

7 Tandems und 1 normales Fahrrad bzw. besser gesagt die dazugehörigen Fahrerinnen und Fahrer trafen sich diesmal um 9.45 Uhr beim ehemaligen Gasthaus Lindbauer in Linz-Urfahr.
Die Radbekleidung der Teilnehmer ließ absolut keinen Schluss zu, wohin die Reise gehen sollte. 1 Person war bekleidet, als ob die Fahrt nach Äthiopien gehen sollte und eine weitere Person(in) so als ob wir in die Polarregion radeln wollten. Es schien zwar die Sonne, aber es war trotzdem relativ frisch.
Pünktlich um 10 Uhr radelten wir los. Über Puchenau fuhren wir nach Ottensheim, wo wir beim dortigen Donaukraftwerk das Ufer wechselten (wohlgemerkt das Flussufer). Aufgrund dieses Uferwechsels und einer Blasenentleerung kam es zu einer ungewollten Irrfahrt. Emil und Johannes fanden den Donauradweg nicht mehr.
Bei einer Gedenkstätte an der Donau kurz nach dem Kraftwerk kam es zum ersten Highlight dieses Tages. Erni überraschte uns mit ihrem mitgebrachten, selbstgebastelten Nussbrot. Natürlich hielten wir zuerst an. Zeitgleich kam auch schon der Anruf der beiden Vermissten. Sie erkundigten sich, wo wir uns denn befänden. Nachdem sie erfuhren, was abging, radelten sie so schnell sie konnten zu uns, um auch noch in den Genuss dieses unbeschreiblich leckeren Nussbrotes zu kommen. Es war das köstlichste Nussbrot, das ich je gegessen habe. Ich musste den ganzen Tag an diesen erlesenen, gehaltvollen Geschmack denken.
Gut gestärkt und wieder vereint radelten wir fröhlich am Donauradweg flussaufwärts weiter. Nach einigen Kilometern verließen wir den Donauradweg und bewegten unsere Nobelkörper über Fraham nach Eferding, wo es eine Volkszählung gab. Nachdem keiner abgängig war, fuhren wir wieder zum Donauradweg, wo wir über Brandstatt nach Aschach sausten.
Die Gruppe hatte sich inzwischen aufgrund Raserei und eines Radchecks etwas aufgespalten. In Aschach wechselten wir erneut das (Fluss-)ufer, womit wir uns wieder auf Mühlviertler Hoheitsgebiet befanden.
Um ca. 12.30 Uhr trafen alle beim Gasthaus Wögerer in Feldkirchen ein, wo wir unser wohlverdientes Mittagessen einnahmen.
Nachdem alles sehr schnell von statten ging, setzten wir die Reise nach ca. 1 Stunde mit Bärlauchgeruch fort.
Doch schon bald meldete sich der zweite Magen (sog. Mehlspeismagen) zu Wort und wir mussten beim Vitalrestaurant bei der Regattastrecke in Ottensheim anhalten. Mit Genuss verleibten wir uns hausgemachte Torten bzw. Kuchen und eine Tasse Kaffee ein. Das Leben könnte so schön sein.
Großzügigerweise spendierten unsere lieben blinden bzw. sehbeeinträchtigten Freunde uns Begleitern diese Sünde. Herzlichen Dank dafür.
Entlang des Donauradweges fuhren wir zurück nach Linz, wo wir bei der Wasserskischule an der Donau nochmals anhielten. Der Kilometerstand am Tacho betrug ca. 80.
Der Abschied fiel diesmal besonders schwer, denn es war die letzte Tandemfahrt mit unserem deutschen Freund Alex, der aus beruflichen Gründen wieder nach Karlsruhe zurückkehrt. Wir hatten immer Riesenspaß mit ihm, denn er hatte immer Probleme mit unserem Dialekt. Jetzt, wo er schon halbwegs „Mühlviertlerisch“ kann, verlässt er uns wieder. Dieser symphatische Bursche ist uns sehr ans Herz gewachsen. Deshalb war das ein großer Wermutstropfen an diesem Tag. Wir wünschen Alexander alles Gute für die Zukunft.
Alle freuen sich schon wieder auf die nächste Tour.

Tandemteams:
Robert Bayerhofer mit Klaus Stadlbauer
Erna Berger mit Johannes Grim
Franz Engleder mit Alexander Keller
Mathias Fleischer (das erste Mal dabei) mit Elisabeth Bierma
Christian Gierlinger mit Thomas Schwarzenbrunner
Johannes Kremser mit Emil Pötscher (das erste Mal als Guide dabei)
Helmut Marschik mit Herbert Reindl

Bericht: Herbert Reindl


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Zuletzt geändert am: 14.04.2026